Die Frage nach der Lieferzeit lässt sich am ehrlichsten mit einer Gegenfrage beantworten: Lieferzeit wovon? Zwischen der Anfrage und dem Eintreffen der Ware beim Kunden liegen mehrere Abschnitte, die unterschiedlich lange dauern und von unterschiedlichen Dingen abhängen. Wer eine pauschale Zahl hört, sollte deshalb nachfragen, was darin enthalten ist – und was nicht.
Am Anfang steht der Entwurf. Je klarer Ihre Vorlage ist, desto schneller lässt sich beurteilen, ob und wie sich das Motiv in Metall umsetzen lässt. Ein fertiges Logo als Vektordatei ist etwas anderes als eine Skizze oder ein Foto, aus dem erst eine druckfähige Vorlage entstehen muss. Auch die Frage, ob es sich um ein flaches Stück, eine reliefartige Ausführung oder eine Form mit Aussparungen handelt, verändert den Aufwand. Diese Klärung gehört zur Lieferzeit dazu, auch wenn in dieser Phase noch kein Metall bearbeitet wird.
Danach folgt die Musterphase. Ein Muster ist der Punkt, an dem Sie sehen, wie das Motiv tatsächlich wirkt – auf dem Metall, in der vorgesehenen Größe, mit der gewählten Oberfläche. Ein Foto oder eine digitale Vorschau zeigt die Anordnung, aber nicht den Glanz, die Haptik oder die Wirkung einer Prägung. Wie viele Runden hier nötig sind, hängt davon ab, wie präzise Ihre Vorstellung von Anfang an formuliert ist. Jede Änderungsrunde kostet Zeit, und sie lässt sich kaum im Voraus beziffern.
Für die eigentliche Fertigung gibt es einen Anhaltspunkt aus unserem Haus: Bei üblichen Ausführungen liegt die Mindestbestellmenge bei 100 Stück. Das ist keine Aussage über die Dauer, sondern über die Stückzahl, ab der eine Produktion sinnvoll aufgesetzt wird. Die Produktionsdauer selbst hängt vom Verfahren, von der Größe und vom Umfang der Nachbearbeitung ab. Ein Stück, das gefräst, poliert und anschließend bedruckt wird, durchläuft mehr Arbeitsschritte als ein einfaches Prägeelement. Deshalb ist es wenig hilfreich, für alle Metallsouvenirs dieselbe Zahl zu nennen.
Der Versand ist der letzte Abschnitt, und auch er wird oft unterschätzt. Luftfracht geht schneller als Seefracht, kostet aber mehr; bei größeren Mengen und weniger Termindruck kann der Seeweg die günstigere Wahl sein. Dazu kommen Zollabfertigung und die Zustellung im Zielland. Wer einen festen Termin hat – eine Messe, ein Jubiläum, ein Weihnachtsgeschäft –, sollte diesen Termin von Anfang an nennen, statt ihn erst bei der Bestellung zu erwähnen. Dann lässt sich prüfen, ob er mit dem geplanten Ablauf zusammenpasst.
Für eine belastbare Terminplanung hilft es, vier Dinge früh zu klären: das Motiv in verwendbarer Form, die gewünschte Größe und Oberfläche, die Stückzahl und den spätesten Ankunftstermin. Je früher diese Angaben vorliegen, desto eher lässt sich der Ablauf planen. Eine verbindliche Zusage entsteht daraus allerdings erst, wenn Entwurf und Muster freigegeben sind – vorher wäre jede genannte Zahl eine Annahme, keine Zusage. Wenn Sie uns diese Angaben mit Ihrer Anfrage schicken, können wir den Ablauf für Ihr Projekt durchgehen und Ihnen sagen, welche Schritte anstehen und wo Zeit einzusparen ist.